Kfz Gutachter Berlin
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Vertrauen Sie niemals dem, der Ihren Schaden bezahlen soll !


Das Interesse der Versicherungen ist ganz klar: Die Minimierung der Schadenregulierung!

Doch: Deckt sich das auch mit Ihren Ansprüchen und Interessen?

 

Autounfall ? Da bieten die Versicherer schnelle und unkomplizierte Hilfe an. Doch wer sich darauf einlässt und verlässt, zahlt oft drauf.

Hat es gekracht, dürfen Unfallopfer mit Schäden am eigenen Wagen einen Sachverständigen einschalten. Was er ermittelt, muss die gegnerische Versicherung zahlen – und die Kosten für das Gutachten selbst.

Das gilt aber nur, wenn der Schaden über der so genannten Bagatellgrenze liegt – meist 1 000 Euro. Nur in einigen bayerischen Gerichtsbezirken sind es 1 500 Euro. Ist der Schaden geringer, muss ein Kostenvoranschlag der Werkstatt für die Schadensberechnung reichen.

Klingt alles einfach. Der Gutachter beurteilt den Restwert des Unfallwagens. Liegt der zum Beispiel bei 3 000 Euro und beträgt der Wiederbeschaffungswert für ein gleichwertiges Fahrzeug ohne Unfallschaden 11 000 Euro, muss die Versicherung 8 000 Euro zahlen. Bei einer solchen Abrechnung setzen Versicherungen den Restwert aber gern sehr hoch an oder verlangen vom Geschädigten, dass er mehrere Angebote für das Unfallauto einholt. Das beobachtet Rechtsan­walt Hans-Jürgen Gebhardt, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein. Dabei reicht es, das Auto zu dem im Gutachten genannten Wert zu verkaufen – es sei denn, die Versicherung bietet selber mehr (Bundesgerichtshof, Az. VI ZR 219/98). 

Wichtig bei Kürzungen der Schadensumme.

– In Berlin gehen Gerichte immer mehr dazu über, die Rechte von Unfallgeschädigten bei der Schadenregulierung gegenüber Versicherungen zu stärken.
Sogenannten ” Prüfprotokollen ” wird hierdurch ernsthaft eine Abfuhr erteilt. Abzüge aus Stundensätzen und benötigten Ersatzteilen und das bloße Zusammenstreichen eines objektiven Kfz Gutachtens könnte in der Zukunft ein Ende finden.
Ein Ende von Carexpert, ControllExpert u.a. wäre wohl die Folge, zumal diese sich darauf beschränken dem Schadenregulierer Millionen an Auszahlungen zu ersparen und zwar zu Lasten der Geschädigten.

 

Aber es gibt schon Licht am Ende des Tunnels.

Urteil vom 19.08.2014 unter dem Aktz. 3C 3423/13 des AG Mitte in Berlin

Zitat aus dem Urteil :

Der Prüfbericht der Fa. Carexpert ist jedoch nicht ausreichend, um es dem Kläger zu ermöglichen nachzuvollziehen, ob die angegebenen Referenzwerkstätten gemäß dem angegebenen Reparaturweg des Sachverständigen, die Reparatur gleichwertig sach-und fachgerecht, aber kostengünstiger durchführen zu können.
Bei der Prüfkalkulation handelt es sich lediglich um ein tabellarisches Zahlenwerk, das ein geschädigter nicht auf seine Plausibilität hin prüfen kann. Wenn dieser Prüfbericht ausreichen würde, so hätte letzten Endes der Haftpflichtversicherer der Gegenseite eine Geschädigten die Bewertungshoheit über den Gesamtschaden eine Geschädigten im Hinblick auf die Reparaturkosten, ohne das der Geschädigte die Plausibilität überhaupt überprüfen kann.


Zitat Ende

Es bleibt abzuwarten ob sich Versicherungen nunmehr an Gerichtsvorgaben halten werden.In der Vergangenheit hat man sich bereits häufig über bestehendes Recht hinweggesetzt.

Fazit : Ein Unfallgeschädigter wäre gut beraten sich weiterhin an eine Gutachter zu wenden und sich anwaltlich vertreten zu lassen sollte auch er einmal zur Regulierung einen solchen Prüfbericht vorgelegt bekommen.

Eine Alternative wären Kfz Gutachter der Dekra oder des Tüvs. Doch hier haben Experten rt Vorbehalte: „Bei der Dekra ist mir die Verbindung zur Versicherungswirtschaft zu eng.“ Auch ADAC-Jurist Paul Kuhn klingt gedämpft: „Gegen Tüv oder Dekra ist im Grunde nichts zu sagen. Aber bei deren Gutachten kommt mir manchmal der Gedanke an das Sprichwort: Wes Brot ich ess ...“

Im Rahmen einer möglichst kostengünstigen Schadenregulierung versuchen die Versicherungen, die Reparatur in eigener Regie bei deren Vertragswerkstätten durchführen zu lassen. Dieses sind oftmals aber weder autorisierte Hersteller-Markenwerkstätten noch ist dies die Werkstatt Ihres Vertrauens, die Sie auch sonst betreut.

Eines ist jedoch ganz klar durch die Rechtsprechung manifestiert: Ihre Rechte als Geschädigter müssen gewahrt bleiben! Sie haben zwar eine Schadenminderungspflicht, doch sind Sie in der Wahl Ihres Kfz-Gutachters wie auch in der Wahl Ihrer Werkstatt frei, sofern es sich um eine freie oder markengebundene Werkstatt Ihres Vertrauens handelt.

Oder Sie möchten den Schaden gar nicht beheben lassen, sondern sich den Schadenersatzanspruch von der Versicherung auszahlen lassen? Dann benötigen Sie ein qualifiziertes Gutachten, das die Schadenhöhe exakt ermittelt und auch den merkantilen Minderwert Ihres Unfall-Kfz berücksichtigt. Denn auch der Minderwert des Kfz steht Ihnen als Erstattungsanspruch zu.

Und: Auch der Nutzungsausfall muss berechnet werden und steht Ihnen zu!

Fazit: Die Annahme der Versicherungs-Schadenbeseitigung ist meist ein schlechtes Geschäft für Sie. Nehmen Sie Ihre Rechte wahr und beauftragen Sie einen unabhängigen Kfz-Gutachter mit der Feststellung des Schadens und Ihrer Ansprüche.

Rechtsprechung zur Regulierung von Schäden

Viele Fälle aus dem Verkehrsrecht und insbesondere aus dem Straßenverkehrsrecht befassen sich mit Streitfragen zur Schadensregulierung nach einem Verkehrsunfall. Wer hat die Schuld bei einem Verkehrsunfall? Wen trifft ein Mitverschulden? Auch als Unfallgeschädigter stellen sich Fragen wie zum Beispiel Nutzungsausfallentschädigung oder Mietwagen? Nach erfolgter Gerichtsverhandlung und verkündetem Urteil fehlt manchem Bürger das Rechtverständnis oder der Glaube an das Recht im Straßenverkehr. Es gilt zwar nicht der Spruch: Auf hoher See und vor Gericht befindest du dich in Gottes Hand.
Trotzdem werden vor Gericht die Umstände des Einzelfalls von den Richtern durchaus unterschiedlich interpretiert. Viele Richter mögen auch keine Verkehrsrechtsfälle. Die folgenden Links stellen Inhalte zum Schwerpunkt "Schadensregulierung nach einem Verkehrsunfall" zusammen. Denken Sie immer daran: Jeder Fall ist (zumindet vor Gericht) anders. 

Was Sie daher im “Fall des Falles” beachten sollten:

Neben der selbstverständlichen Erstversorgung möglicherweise verletzter Personen ist für die Durchsetzung Ihrer eigenen Schadenersatzansprüche eine umgehende Sicherung der relevanten Unfallspuren unverzichtbar. Nicht in jedem Fall werden möglicherweise anwesende Polizeibeamte die Unfallspuren aufnehmen. Prinzipiell ist es daher jedem Fahrzeugführer in dessen eigenem Interesse dringend anzuraten, folgende Gegenstände stets im Fahrzeug mitzuführen, um ggf. eine hinreichende Beweissicherung selbst durchführen zu können:

  • Fotoapparat (es reicht gewöhnlich ein Fotohandy, eine Digitalkamera oder eine einfache Wegwerfkamera)
  • Unfallbericht (notfalls reichen Stift und Papier für die wichtigsten Notizen)
  • Unter Umständen Kreide und Meterstab / Maßband

Wichtig:

Fertigen Sie Lichtbilder von Unfallspuren und den beteiligten Fahrzeugen, bevor diese nach dem Unfall aus ihren ursprünglichen Endstellungen fortbewegt werden!

Markieren Sie auf der Fahrbahn mit der Kreide die Fahrzeugeckpunkte der Fahrzeuge. Anschließend können die Fahrzeuge dann ohne weiteres entfernt werden, um den Verkehrsfluss nicht weiter zu beeinträchtigen.

Als Geschädigter haben Sie laut Deutscher Rechtsprechung Anspruch darauf, nach einem Schaden genauso gestellt zu werden wie vor dem Unfall. Was das für Sie bedeutet:

Bei einem unverschuldeten Unfall trägt grundsätzlich der Schädiger bzw. dessen eintretende Haftpflichtversicherung die Kosten für das Gutachten eines unabhängigen Kfz-Sachverständigen.

Sie als Geschädigter haben die freie Wahl bei der Beauftragung eines Sachverständigen Ihres Vertrauens.
Denn dieser stellt sicher, dass neben dem technischen Schaden am Fahrzeug auch dessen merkantile Wertminderung und der Nutzungsausfall richtig ermittelt werden. Sie müssen sich daher auch nicht mit dem Gutachten eines Sachverständigen des regulierenden Versicherers zufrieden geben. Bedenken Sie, dass diese Sachverständigen letztlich im Auftrag der ersatzpflichtigen Versicherung arbeiten. Lassen Sie sich daher auch nicht durch oftmals anderslautende Aussagen der Versicherer verunsichern.

Ausnahme:

Bewegt sich der Schaden an Ihrem Kfz unter 750,00 EUR, für den Laien in der Regel nicht ersichtlich, so kann die Einschaltung eines Sachverständigen entbehrlich sein. In diesen Fällen zahlt die Versicherung den Gutachter in der Regel nicht.

Ihr Recht

Als Geschädigter haben Sie Anspruch auf ein qualifiziertes Schadengutachten eines Sachverständigen Ihres Vertrauens.

Warum Sie auf ein solches Gutachten nicht aufgrund eines Kostenvoranschlages einer Werkstatt verzichten sollten:
Der Kostenvoranschlag einer Werkstatt ist für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche zu einem späteren Zeitpunkt oftmals unzureichend. In Ermangelung aussagekräftiger Lichtbilder sowie einer oft nur undetaillierten Schadenaufnahme erfüllt ein Kostenvoranschlag später meistens keine wirklich beweissichernde Funktion. Außerdem ist im Kostenvoranschlag eine eventuell eingetretene merkantile Wertminderung Ihres Fahrzeugs nicht berücksichtigt.

 

 

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